Die Datenaufnahme ist der teuerste Teil deiner Beratung.
Für Energieberaterinnen und Energieberater übernimmt Gridbert die Vorarbeit einer Beratung: Er liest die Werte aus der Stromrechnung, ordnet den Verbrauch anhand des Lastgangs ein und rechnet die verfügbaren Tarife mit den Netzkosten des richtigen Netzbereichs durch, bevor du im Termin sitzt.
Der Termin beginnt heute meist damit, dass jemand eine Rechnung sucht, Zahlen abtippt und sich einliest. Diese Zeit ist bezahlt, bringt aber niemandem etwas. Die Beratung fängt danach an.
Gridbert dreht die Reihenfolge um. Das Profil liegt vor dem Termin, du steigst bei der Frage ein, was zu tun ist.
Warum der Rechenweg wichtiger ist als das Ergebnis
Eine Empfehlung, die du nicht belegen kannst, hält im Bericht nicht. Gridbert rechnet deshalb nicht im Sprachmodell, sondern in energietools, einer Bibliothek unter MIT-Lizenz. Jedes Ergebnis kommt mit den Eingangswerten, den angesetzten Preisbestandteilen und dem Zwischenergebnis zurück.
Das heißt auch: du kannst widersprechen. Wenn eine Zahl nicht passt, siehst du an welcher Stelle sie entsteht, statt raten zu müssen, was das Modell sich gedacht hat.
Was in der Vorarbeit steckt
Aus der Rechnung kommen Verbrauch, Arbeitspreis, Grundgebühr und Abrechnungszeitraum, geprüft auf Plausibilität und auf ein volles Jahr hochgerechnet. Aus dem Lastgang kommt der Verbrauchsverlauf, also Grundlast, Tagesgang und die Frage, ob ein Spot-Tarif für diesen Haushalt überhaupt sinnvoll wäre.
Der Tarifvergleich läuft gegen einen Katalog von über 300 Tarifen, der jede Nacht neu erhoben wird, mit den Netzkosten aller 14 Netzbereiche bis zur Postleitzahl.
Eine Instanz je Kunde
Jeder Haushalt bekommt seinen eigenen Speicher. Was du in einem Termin erfasst, ist im nächsten noch da, auch ein halbes Jahr später. Für Folgeberatungen und Förderanträge ist das der Unterschied zwischen nachschlagen und noch einmal fragen.
Wie du anfängst
Einstieg ist ein Workshop-Tag an einem echten Fall aus deiner Praxis. Am Ende weißt du, welcher Teil deiner Vorarbeit wegfällt und welcher bleibt.
Fragen dazu
Kann ich die Ergebnisse in meinen Beratungsbericht übernehmen?
Ja. Zu jeder Zahl gehört ihr Rechenweg, also die Eingangswerte und die angewandten Preisbestandteile. Was du übernimmst, kannst du gegenüber Kunden und Fördergebern begründen.
Wer haftet für die Empfehlung?
Gridbert liefert nachvollziehbare Berechnungen, keine Beratung. Die Empfehlung und die Verantwortung dafür bleiben bei dir. Genau deshalb ist der Rechenweg Teil jedes Ergebnisses und nicht optional.
Brauche ich für jeden Kunden ein eigenes Konto?
Eine Instanz je Haushalt oder Anlage. Wie die verwaltet werden, klären wir am Workshop-Tag, weil es davon abhängt, ob deine Kunden selbst Zugang haben sollen.
Funktioniert das auch ohne Smart-Meter-Daten?
Ja, dann fehlt der Verbrauchsverlauf. Rechnungsprüfung und Tarifvergleich laufen trotzdem. Für Aussagen über Spot-Tarife oder Lastverschiebung brauchst du den Lastgang, alles andere geht auch mit dem Jahresverbrauch.
Andere Zielgruppen
- Energiegemeinschaften: wie viel von der gemeinsamen Erzeugung bei jedem Mitglied ankommt und was sein Reststrom kostet
- Einkaufsgemeinschaften: jede Mitgliedsrechnung einzeln gerechnet statt einer Stichprobe
- Energieversorger: eine Instanz je Kunde, unter eurer Marke und in eurer Oberfläche