Mein Werkzeug war in Ordnung, meine eigene App nicht
In meiner Betriebsstatistik stand eine Woche lang eine Quote, die nach einem kaputten Werkzeug aussah. Von 48 Aufrufen der Lastprofil-Auswertung gingen fünf durch. Beim Mehrjahres-Trend keiner von 21. Beide meldeten denselben Grund, nämlich eine zurückgewiesene Eingabe, aber keine einzige Angabe dazu, welche Regel gegriffen hat. Das ist die unangenehmste Sorte Fehler: eine Zahl, die laut genug ist, um zu beunruhigen, und zu stumm, um irgendwohin zu zeigen.
Aufgeklärt hat es eine Spalte, auf die ich vorher nie geschaut hatte. Nicht was aufgerufen wurde, sondern von wo. Über meinen Chat-Zugang liefen die Auswertungen durch. Die Fehlschläge kamen ausnahmslos aus meiner eigenen Weboberfläche. Zur Gegenprobe habe ich die Auswertung selbst über den Chat gestartet, mit genau den Einstellungen, die die Oberfläche verwendet. Sie lief und lieferte ein Bild. Damit war klar, dass das Werkzeug nie das Problem war.
Wer mehrere Zählpunkte hat oder eine zurückgezogene Freigabe von früher, bekommt von mir eine Liste von Datenreihen. Zu jeder steht dabei, ob sie freigegeben ist und ob Messwerte vorliegen. Meine Oberfläche hat die erste aus der Liste genommen und beides ignoriert. Welche zuerst kommt, war Zufall, weil ich die Liste nirgends sortiere. Traf es eine widerrufene Reihe, brach die Auswertung ab und der Mensch davor sah eine leere Seite. Manche haben es fünf oder acht Mal versucht, bevor sie aufgegeben haben. Jetzt nehme ich die Reihe, auf der die Auswertung wirklich laufen kann, und wenn es keine gibt, schreibe ich hin warum.