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Der PV-Rechner war in vier Wiener Bezirken tot, und gemerkt hat es die Statistik

Seit Ende Juli kann Gridbert ausrechnen, was eine PV-Anlage auf deinem gemessenen Stromverbrauch bringen würde und wie groß ein Speicher dazu sein soll. In 75 der 2233 österreichischen Postleitzahlen hat er das nicht getan, sondern abgebrochen. Darunter die Wiener Bezirke 1140, 1190, 1210 und 1230. Der Grund klingt banal, wenn man ihn einmal kennt. In diesen Postleitzahlen grenzt Wien an niederösterreichische Gemeinden, es kommen also zwei Netzbetreiber in Frage. Ohne Netzbetreiber gibt es keinen Netztarif, und ohne Netztarif lässt sich nicht sagen, was eine selbst verbrauchte Kilowattstunde wert ist. Statt nachzufragen hat das Werkzeug an dieser Stelle einfach aufgehört.

Aufgefallen ist es an zwei Stellen gleichzeitig. In unserer Nutzungsstatistik standen beide Werkzeuge bei null Prozent erfolgreichen Aufrufen. Und ein Nutzer hatte den Fall zwei Tage vorher selbst gemeldet, mit dem richtigen Hinweis: sein Netzbetreiber stehe doch auf seiner Rechnung. Genau darin lag die Lösung. Beide Werkzeuge brauchen ohnehin eine Messreihe vom Zähler, und die Zählpunktnummer benennt den Netzbetreiber eindeutig. Die Funktion, die das auflöst, war Tage vorher schon gebaut und getestet worden. Sie wurde nur von nichts aufgerufen. Seit heute rechnen alle 75 Postleitzahlen wieder. Geraten wird dabei nichts. In 1140 kommen je nach Zähler 8,4 oder 9,894 Cent pro Kilowattstunde heraus, weil dort zwei verschiedene Netzbetreiber zuständig sein können.

Zwei Dinge bleiben offen, und die schreiben wir lieber hin. Wer bei einem kleinen lokalen Netzbetreiber hängt, der bei uns noch nicht mit Netztarifen hinterlegt ist, bekommt weiterhin keine Zahl. Immerhin fragt Gridbert dort jetzt nach der Gemeinde, statt wortlos abzubrechen. Der zweite Punkt trifft uns selbst. Unsere Tests haben durchwegs mit eindeutigen Postleitzahlen gerechnet, deshalb war der Fehler drei Tage lang unsichtbar, obwohl er in vier Wiener Bezirken jeden Aufruf getroffen hat. Ein Werkzeug ist erst dann geprüft, wenn es auch die unbequemen Fälle gesehen hat.

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