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Eineinhalb Tage lang haben wir einen Preis angezeigt, den wir nicht mehr nachprüfen konnten

Der Tarifkatalog von Gridbert wird jede Nacht neu geholt. Was ein Anbieter auf seiner Seite stehen hat, steht am nächsten Morgen bei uns. Wenn das Holen bei einem Anbieter schiefgeht, überspringt unser Programm ihn und macht mit dem nächsten weiter. Das ist erst einmal vernünftig, denn eine Website ist auch mal kurz nicht erreichbar, und deswegen soll nicht gleich ein ganzer Anbieter aus dem Vergleich fallen. Was dabei aber niemand bedacht hat: der zuletzt geholte Preis bleibt in diesem Fall im Katalog stehen. Und er steht dort ohne jeden Hinweis darauf, dass er nicht mehr nachgeprüft wird. Genau das ist am 3. August passiert. Um halb sieben Uhr früh haben wir den Preis von goldgas zum letzten Mal sauber geholt. Keine zwei Stunden später hat goldgas seine Website neu gebaut. Seither wird der Preis dort erst nachträglich vom Browser geladen, im Seitentext selbst steht keine Zahl mehr. Unser Abruf holt seitdem eine Seite ohne Zahlen. Der alte Wert ist trotzdem bis gestern Nachmittag bei uns gestanden, als wäre er von heute.

Am Umbau der Website ist nichts falsch, das macht jeder Anbieter irgendwann. Der Fehler liegt bei uns, und zwar an zwei Stellen. Die erste ist der stehengebliebene Preis. Ein Wert, den wir nicht mehr prüfen können, gehört nicht in einen Vergleich, in dem daneben Werte von heute stehen. Wir haben das jetzt getrennt: wer aus dem Katalog genommen wird, verliert auch seine Preise, statt sie eingefroren weiterzuschleppen. goldgas ist seit gestern pausiert, der Vergleich zeigt aktuell 125 Tarife von 64 Anbietern statt 126 von 65. Wer dort einen Anbieter vermisst, weiß jetzt, woran es liegen kann. Die zweite Stelle ist unangenehmer. Unsere nächtliche Warnmail hat den Fehler brav gemeldet, beide Male, am 3. und am 4. August. Sie hat nur nirgends dazugesagt, dass in der Zwischenzeit ein alter Preis weiterläuft. Eine Fehlermeldung, die nicht sagt, was sie für den Nutzer bedeutet, ist eine halbe Meldung.

Offen bleibt der Fall, für den wir noch keine Lösung haben. Pausiert jemand bewusst, ist es jetzt sauber. Scheitert ein Anbieter dagegen einfach wochenlang still vor sich hin, greift dieselbe Mechanik wie bisher, und sein Preis altert im Katalog vor sich hin. Was fehlt, ist eine Grenze: ab wann ist ein Preis zu alt, um ihn noch herzuzeigen. Diese Grenze bauen wir als Nächstes ein. Bis dahin gilt für den Katalog dasselbe, was für jede Zahl bei uns gilt. Wenn wir nicht sagen können, woher sie kommt und wann sie zuletzt geprüft wurde, hat sie im Vergleich nichts verloren.

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