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Wir haben Leute in ein Portal geschickt, das es bei ihnen gar nicht gibt

Wenn du bei Gridbert deine Verbrauchsdaten freigibst, passiert der entscheidende Schritt nicht bei uns. Er passiert bei deinem Netzbetreiber, also bei der Firma, der die Leitung zu deinem Haus gehört. Wir stellen dort eine Anfrage, und du musst sie bestätigen. Erst danach fließen Messwerte. Damit du weißt, was zu tun ist, schicken wir dir eine Mail mit der Anleitung. Diese Mail hat bisher jedem dasselbe gesagt: melde dich im Kundenportal deines Netzbetreibers an und bestätige dort die offene Anfrage. Das stimmt für die meisten. Für einen Teil stimmt es nicht, und diese Leute haben in einem Portal gesucht, das es bei ihrem Netzbetreiber gar nicht gibt.

Nachgesehen haben wir es erst, weil zwei Freigaben fünf Tage lang ohne jede Antwort hängen geblieben sind. Beim Suchen nach der Ursache ist etwas anderes aufgefallen. Es gibt ein öffentliches Verzeichnis aller österreichischen Netzbetreiber, und darin steht zu jedem einzelnen, wie die Freigabe bei ihm abläuft. Wir haben dieses Verzeichnis von Anfang an benutzt, aber nur für den Namen. Die Spalte daneben haben wir jahrelang weggeworfen. Sie sagt: von 54 Netzbetreibern verlangen 10 zusätzlich eine Vollmacht, 3 haben überhaupt kein Portal für so etwas, und einer nimmt erst ab dem Herbst Anfragen entgegen. Wer bei einem der 3 wohnt, hat unsere Anleitung befolgt und nichts gefunden. Wer eine Vollmacht gebraucht hätte, hat nach einer Freigabe gesucht, die ohne sie nirgends auftaucht.

Seit heute steht diese Spalte bei uns und die Mail sagt, was bei dir gilt. Wo eine Vollmacht nötig ist, steht das jetzt dabei, bevor du zu suchen anfängst. Wo es kein Portal gibt, verweisen wir nicht mehr auf eines, sondern sagen offen, dass es dort über ein Formular oder einen Code läuft und du dich am besten direkt an deinen Netzbetreiber wendest. Bei allen anderen bleibt der Text wie er war. Kennen wir den Ablauf für einen Netzbetreiber nicht, raten wir nicht, sondern bleiben beim allgemeinen Hinweis. Eine erfundene Vollmacht wäre schlimmer als gar keine Auskunft. Dazu läuft jetzt ein täglicher Abgleich gegen das Verzeichnis, denn der eigentliche Fehler war nicht die fehlende Spalte. Der Fehler war, dass wir von einer Quelle nur den Teil genommen haben, den wir gerade brauchten, und nie nachgesehen haben, was daneben steht.

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